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Mauern und Stützelemente fachgerecht herstellen

Mauerwerke sind entsprechend fachlichen Regeln zu erstellen. Geregelt wird dies in der DIN-EN und DIN. So unter anderem DIN 18330 Mauerarbeiten, DIN EN 771-6 Festlegungen für Mauersteine-Naturstein, DIN 18332 Natursteinarbeiten sowie weitere DIN-EN welche die Bemessung und Konstruktion betreffen.

Auch eine Gartenmauer benötigt ein Fundament.

Ist der Untergrund nicht geeignet dann hält auf Dauer auch das schönste Bauwerk nicht. Deshalb sollte bei höheren Mauern ein Statiker oder Bodengutachter zu Rate gezogen werden.

Trockenmauer

Es handelt sich bei der Trockenmauer um eine alte handwerkliche Kunst. Weltweit finden wir diese Mauern. Ein wahres Kulturgut und oft landschaftlich prägend. Wenn man die Jahrhunderte alten Erfahrungen nutzt kann nichts „schief“ gehen. Das Wissen fehlt leider oft auch bei Gartenbau-Unternehmern oder wird nicht konsequent angewandt. So kommt es immer wieder zu Reklamationen. Bei Starkregen verschieben sich die Mauern oder stürzen schon nach dem ersten Winter ein. Halten Sie sich an die Regeln welche auch in der DIN 1053-1 aufgeführt sind. Dann erhalten Sie ein dauerhaft standhaftes Mauerwerk. Die aus Natursteinen aufgestapelte Mauer wird im Verbund und ohne Verwendung von Beton oder Mörtel aufgebaut.

Senkrecht freistehend als gestalterisches Element können Höhen von rund 70 cm je nach Stein Bearbeitung und Größe als Trockenmauer verbaut werden.

Trockenmauern sind auch ökologisch sehr wertvoll. Sie bieten Insekten Schutz und bepflanzte Mauern bieten darüber hinaus neuen Lebensraum.

Hang Abfangen

Möchten Sie einen Hang abfangen, so sollte die Mauer auf gewachsenem Boden gründen. Als erstes wird der Mutterboden abgetragen und im gesamten ein Graben ausgehoben. Bei einer geplanten Mauerhöhe 100 cm reicht meist eine GrabenTiefe von 50 cm. Dieser wird lagenweise mit Schotter 0/32 bis auf 10 cm unterhalb der Grasnarbe gefüllt und verdichtet. Die Fundamenttiefe hängt von dem zu erwartenden Wasserdruck ab. Bei feuchtem Grund muss das Fundament tiefer sein. Bei Mauerhöhen von über 160 cm sollte eine statische Berechnung vorgenommen werden.
Die Dicke der Mauer sollte am Fuß 1/3 bis 1/2 der Mauerhöhe betragen. (Mauerhöhe 100 cm= Mauerdicke am Fuß 35 cm—50 cm) Mit den größten Steinen wird begonnen. Die Mauer wird um 5° bis 20° je nach Höhe in den Hang hinein geneigt gebaut. Natursteine sind mit möglichst kleinen Fugen zu stapeln. Hohlräume zwischen den Steinen werden mit kleinen Steinen ausgefüllt damit die großen Steine unter Spannung zueinander stehen. Hierzu eignen sich keilförmige Steine welche in die Zwischenräume geklemmt werden.
 Ein Drittel der Steine verbauen Sie als Binder so erhalten Sie einen Verbund zum Hang. Achten Sie darauf dass Sie im Verbund bauen und keine Kreuzfugen haben. Stoßfugen dürfen nicht durch drei Schichten gehen. Nach jeder Lage verfüllen und verdichten Sie den Zwischenraum Mauer/ Hang mit Schotter oder Bruchsteinen.